Annika

09.05.2022 22:24
avatar  Chris
#1
Ch

Hallo zusammen,

ich habe meine alte Geschichte aus dem alten Forum gerettet und möchte sie euch hier nochmal posten.

Viel Spaß beim Lesen.


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09.05.2022 22:24
avatar  Chris
#2
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Annika – Tage(Wochen)buch einer Raucherin

Traurig saß Annika in ihrer Wohnung. Dabei hatte der neue Lebensabschnitt nach dem Fachabitur für die 18jährige so gut angefangen. Sie hatte ihre Wunschausbildungsstelle bekommen und verstand sich dort mit allen Kolleginnen und Kollegen gut. Sie hatte eine eigene kleine 1 ½ - Zimmer-Wohnung mit Küchenzeile und Bad und einem kleinen Balkon, da sich die Firma, in der Sie ausgebildet wurde, in einer anderen Stadt befand. Und sie hatte mit Michael einen lieben Freund, der noch in der alten Heimat wohnte, den sie aber an jedem Wochenende besuchte oder er sie. Michael war Annikas erster Freund, sie hatte ihn kurz nach ihrem 18. Geburtstag kennen gelernt und sie waren jetzt schon acht Monate zusammen. Da Annika schon fast am Umziehen war, waren beide die „Wochenendbeziehung“ von Anfang an gewohnt. Mit Michael erlebte sie ihre erste große Liebe. Annika war etwas schüchtern, hatte aber ein freundliches Wesen und konnte „kein Wässerchen trüben“. Sie trank nur selten Alkohol, rauchte nicht und hatte auch sonst keine Laster.
Annika war eine hübsche junge Frau. Sie war mit ihren 1,55 cm recht klein und sah sehr brav aus, einfach ein „nettes Mädel von nebenan“.

Und jetzt das: Ohne vorherige Ankündigung hatte Michael mit ihr Schluss gemacht. „Er sei sich seiner Gefühle nicht mehr im Klaren“ hatte er ihr mitgeteilt. Annika war am Boden zerstört. Eigentlich wollte Michael an diesem Freitag Nachmittag über das Wochenende zu ihr kommen und sie hatte sich auf ein schönes kuscheliges Wochenende gefreut. Doch daraus wurde jetzt nach dem erschütterten Telefonanrufes ihres nunmehr Ex-Freundes von gestern abend nichts mehr. Annika hatte die ganze Nacht geweint und davor lange mit ihrer besten Freundin Diana telefoniert. An der Arbeit war sie auch geknickt, versuchte sich aber nichts anmerken zu lassen, da sie ihre privaten Probleme nicht mit den Kolleginnen besprechen wollte. Dies gelang ich auch. Eine Freundin im neuen Wohnort hatte sie noch nicht gefunden, der sie ihren Kummer anvertrauen konnte. Da zu allem Überfluss auch noch Annikas Eltern im Urlaub waren und Annika nicht das ganze Wochenende ihren Schmerz alleine ertragen sollte, hatte Diana spontan alle Wochenendunternehmungen am Freitag und Samstag abgesagt. „Ich bekomm Dich schon auf andere Gedanken“ hatte Diana ihr versprochen. Und jetzt wartete die 18jährige auf ihre gleichaltrige beste Freundin, die knapp zwei Zugstunden unterwegs war, um ihr beizustehen.

Diana und Annika kannten sich schon seit der Mittelstufe und waren seitdem beste Freundinnen. Diana war mit 1,65m etwas größer als Annika, hatte – wie Annika - auch eine gute Figur und lange brünette Haare. Im Gegensatz zu Annika wusste Diana Ihre „optischen Reize“ auch bei dem anderen Geschlecht einzusetzen Sie sah Beziehungen etwas lockerer als ihre Freundin und hatte in den vergangenen Jahren schon den einen oder anderen Jungen „vernascht“. Wenn es mal schiefging war Annika immer Trostspendend für sie da. Umgekehrt war dies eigentlich nie der Fall, da Annika selten solche Probleme plagten. Und so kam jetzt die Gelegenheit für Diana, sich zu revanchieren.

Alkoholeskapaden und wilde Partyorgien waren aber auch Diana fremd, in dieser Hinsicht passten die beiden zusammen. Im Gegensatz zu Annika hatte Diana jedoch ein „Laster“ – ohne ihre blauen Gauloises ging bei ihr gar nichts. Das Laster hatte Diana mit 16 von einer Ferienfreizeit mitgebracht. Seitdem konnte sie nicht mehr aufhören. Annika war damals – als ihr Diana die Beichte ablegte – geschockt und wollte ihr das Rauchen wieder abgewöhnen. Diana, die ihren Entschuss mit dem Rauchen zu beginnen nicht schlecht fand, hätte es gerne gesehen, wenn Annika auch mitgeraucht hätte. Annika war hingegen überzeugte Nichtraucherin. Die Überzeugung des anderen gelang beiden bis einzelne rauchfreie Wochen auf Dianas Seite und einzelne gepaffte Probierzigaretten auf Annikas Seite nicht und konnte ihre Freundschaft auch nicht belasten. Diana konnte und wollte nicht mehr aufhören, und Annika nahm ihrer Freundin dann und wann in guter Partystimmung mal eine schon angezündete Zigarette ab, die sie aber nicht auf Lunge rauchte, da sie nicht abhängig werden wollte. Mit der Zeit hatte Annika auch keine Probleme mehr damit, wenn sich Diana eine Zigarette anzündete.

Annika war froh., dass Diana die Fahrt auf sich nahm, um ihr das ganze Wochenende beizustehen. Sie bezog ihr ein zweites Bett in ihrem Mini-Schlafzimmer. Wie immer würde Diana bei ihr schlafen. Genug eingekauft hatte sie auch, obwohl sie selbst keinen Hunger hatte- schließlich sollte es ihre Freundin guthaben. Und damit sie zum Rauchen nicht vor die Türe musste, hatte Annika beschlossen, ihr es in der Wohnung zu gestatten und hatte einen Aschenbecher, den sie im Keller des Hauses gefunden hatte, mit in die Wohnung genommen. Wenn Diana rausgehen wollte, würde sie ihr das Angebot zum Rauchen in der Wohnung machen. Eigentlich mochte sie keinen Rauch in der Wohnung und selbst Diana rauchte zu Hause nicht in ihrem Zimmer, aber das war ihr heute egal. Sie war so froh über den angekündigten Besuch, dass sie es Diana nicht zumuten wollte, bei dem miserablen Novemberwetter nach draußen zu gehen. Es war schon sechs Uhr, und gleich sollte Dianas Bus eintreffen, und Annika machte sich auf den Weg, sie an der Bushaltestelle abzuholen.

Die beiden begrüßten sich herzlich und Diana nahm Annika erst mal lange in den Arm. Das tat Annika gut. Trotz der Traurigkeit mischte sich ein wenig Freude in ihre Gefühlslage. Freude darüber, dass sie ihre Freundin wiedersah und dass sie eine so gute Freundin wie Diana hatte.

Die beiden gingen in Annikas Wohnung. Diana hatte großen Hunger und auch Annika aß eine Kleinigkeit mit ihrer Freundin. Nach dem Essen hatte Diana noch einen anderen „Hunger“. „Ich geh noch mal kurz raus, kommst du mit“ teilte sie ihrer besten Freundin mit und kramte ihre blauen Gauloises aus der Tasche. Annika hatte aber keine Lust mehr, bei dem schlechten Wetter raus zu gehen und wollte dies auch Diana nicht antun. „Bleib hier, ich hab nichts dagegen, wenn du hier rauchst“ erklärte Annika. „Lass es uns auf dem Sofa gemütlich machen, einen Aschenbecher habe ich dir schon besorgt“. Diana hatte ein schlechtes Gewissen. „Kein Problem, ich gehe gerne raus, sonst stinkt doch das ganze Zimmer“ entgegnete sie. Doch Annika blieb dabei – ihre Freundin sollte nicht mehr raus in den Regen. Annika stellte den Aschenbecher auf den kleinen Sofatisch und setzte sich hin. Und Diana nahm die Einladung schließlich auch an.

„Du bist eine coole beste Freundin“ erklärte sie Annika, während sie eine Zigarette aus ihrer Schachtel nahm. Annika, die gerade eine Kerze angezündet hatte, gab ihrer Freundin Feuer. Diana, die schon eine Weile nicht mehr geraucht hatte, nahm erstmal einige tiefe Lungenzüge. Annika beobachtete ihre Freundin und stellte fest, dass diese sich wohl fühlte. Und während Annika und Diana sich einige Gläser Wein gönnten und Diana noch zwei weiterer Zigaretten rauchte, erzählte Annika noch einmal, was passiert war. Diana hörte einfach nur zu und das tat Annika gut. Annika war froh, dass ihre Freundin für sie da war. Dass diese in ihrer Wohnung rauchte, störte Annika nicht.


Die beiden gingen zu Bett und schliefen lange. Nach dem Frühstück, das eher ein Mittagessen war, nutzten sie die Zeit zu weiteren Unterhaltungen, ein langer Spaziergang durch Annikas neue Gegend schloss sich an. Zwischendurch genoss Diana einige Zigaretten. Zum Abendessen bestellten sie sich eine Pizza. Auch Annika hatte wieder etwas Hunger. Und danach beschlossen die Freundinnen, sich noch für die Disco fertig zu machen, um auf andere Gedanken zu kommen. Gemeinsam brezelten sie sich auf und machten sich auf den Weg.


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10.05.2022 19:43
#3
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Mir gefällt diese Geschichte sehr gut. In meinem Kopfkino spielen sich auch seht oft viele verschiedene Geschicht ab. Allerdings ist mein Problem das ich Gedanken und Worte dann einfach nicht zusammen bringen kann. Eben dann halt irgendwie eine spannende ansprechende Geschichte schreibe. Mir fehlt es einfach dabei. Aber ich arbeite momentan an einer Geschichte die auch meiner Realität besteht.


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Gestern 15:47
avatar  Chris
#4
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Das Tanzen tat Annika gut. Gemeinsam hatten die beiden viel Spaß auf der Tanzfläche. Nach einer Weile spürte Diana große Lust auf eine Zigarette. „Ich geh grade mal eine rauchen“ flüsterte sie ihrer Freundin ins Ohr. Annika hatte auch Lust auf eine kurze Tanzpause und signalisierte Diana, dass sie sie begleiten würde. Gemeinsam gingen sie in den Raucherraum und suchten sich ein gemütliches Plätzchen. Diana holte eine Gauloises aus dem Päckchen in ihrer Tasche und ließ das Feuerzeug aufblitzen. Tiefe Züge bestätigten den dringenden Nikotinbedarf der 18jährigen. „Ich freue mich, dass du mitgekommen bist, auch wenn du es nicht magst“ erklärte Diana. „Ich lass dich doch nicht alleine“ meinte Annika. „Und an das Rauchen habe ich mich mittlerweile gewöhnt, ich bin so froh, dass du da bist“ fuhr sie fort.

Annika beobachtete Diana, wie sie ihre Züge genoss und dabei merklich entspannte und sie Zug um Zug genoss. So genau hatte sie noch nie jemanden beim Rauchen beobachtet. Am Nachbartisch saßen Mädels in ihrem Alter. Auch die wirkten glücklich mit ihren Zigaretten.
Und irgendwie wollte Annika plötzlich auch rauchen. Und zwar richtig. Bisher hatte sie ab und an mal etwas „gepafft“. Aber sollte sie ihre Freundin wirklich nach ihrer ersten richtigen Zigarette fragen.

Diana war mit der Zigarette fertig. Gemeinsam ging es noch zur Toilette und dann wieder zurück auf die Tanzfläche. Die Entscheidung zum Rauchen war vertragt.

Eine Stunde später bekamen die beiden Durst und holten sich etwas zu Trinken. Gemeinsam gingen sie mit den Getränken wieder an “ihren” Tisch zurück. Und Diana holte selbstverständlich ihr Päckchen aus der Tasche und steckte sich die nächste Zigarette an.

Annika beobachtete, wie ihre Freundin die ersten Züge sichtlich genoss. Wenig späzter war dann eine Entscheidung gefallen – sie wollte es mal richtig probieren. “Darf ich auch eine haben”? Diana war baff. Ihre beste Freundin, die sie immer vom Rauchen abbringen wollte und die nie mit ihr anfangen wollte, wollte es plötzlich versuchen. Ohne weiter drüber nachzudenken reichte sie ihr eine Zigarette. Annika nahm die Zigarette und steckte sie zwischen ihre Lippen. Diana gab ihr Feuer. Allerdings gelang es nicht die Zigarette anzuzünden. „Komm her, ich mach sie dir an“ erklärte Diana hilfsbereit und wenig später hatte Annika dann eine brennende Zigarette in der Hand.

„Tief einatmen und den Rauch lange behalten“ erklärte Diana schmunzelnd, wobei sie davon ausging, dass Annika – wie sonst – ein wenig paffen würde. Annika nahm einen kleinen Zug – den ersten überhaupt – und musste schrecklich husten. „Oh je, dass kratzt ja“ erklärte sie und legte die Zigarette erstmal in den Aschenbecher. Wenig später nahm Annika einen zweiten vorsichtigen Zug – mit dem gleichen Ergebnis. Diana musste grinsen. Da sie ihre Zigarette schon aufgeraucht hatte, bot sie ihrer Freundin selbstverständlich Hilfe an, indem sie die Zigarette fertig rauchte. Das Thema war für Diana erst mal erledigt.

Für Annika jedoch nicht. Sie fand es peinlich, dass sie so husten musste. Und irgendwie war sie auch neugierig, wie es sein würde, eine Zigarette richtig zu genießen. Ihr war es auch egal, wenn sie davon – wie Diana – süchtig werden sollte. Annika hatte – und das wusste sie – einen starken Willen, der ihr auch ein Aufhören jederzeit wieder möglich machen würde. Sie wollte Diana fragen, wie man raucht, ohne zu Husten und ohne das Kratzen im Hals. Diana sollte ihre „Lehrerin“ sein. Sie beschloss, dazu eine passende Gelegenheit abzuwarten, sicher würde Diana heute noch die eine oder andere Zigarette rauchen. Dass sie mit ihrer Freundin nochmal richtig rauchen wollte, hatte sie schon beschlossen.

Nach einiger Zeit stand für Diana eine weitere Zigarette an. Selbstverständlich kam Annika wieder mit von der Tanzfläche in den Raucherraum. Erneut beobachtete Annika ihre Freundin, was dieser nicht entging. „Doch nochmal versuchen“ fragte Diana nach einigen Zügen. „Ich weiß nicht, das Kratzen im Hals und das Husten, das haut schon rein“ meinte Annika. „Meine sind ziemlich stark, wollen wir vielleicht mal nach einer leichten Version schauen“ schlug Diana vor, die den Gedanken schön fand, jetzt, wo sich die Stimmung etwas aufgehellt hatte, gemeinsam mit ihrer Freundin zu rauchen. „Vielleicht“ grinste Annika. „Dann lass uns später mal zum Automaten gehen und mal schauen“ sagte Diana, nachdem sie ihre Zigarette aufgeraucht hatte. Dann ging es erstmal zurück zur Tanzfläche.

Kurz nach Mitternacht mussten beide nochmal zur Toilette. Auf dem Rückweg kamen sie am Zigarettenautomaten vorbei. „Und????“ wollte Diana wissen und auch Annika war entschieden. Sie wollte es probieren.

„Du bist meine Beraterin“ meinte Annika kichernd zu Diana. „Kein Problem, ich spendier sie dir auch, und gerne rauche ich sie auch fertig, wenn du nicht mehr willst“ versprach Diana.
Die beiden gingen zum Zigarettenautomaten und schauten sich die verschiedenen Marken an. „Am besten die leichteste“ erklärte Annika und Diana sah am linken Rand „R 1“. „Die sind meines Wissens sehr leicht, hab sie mal probiert und kaum was gespürt“ erinnerte sich Diana. „O.K.“ bestätigte Annika grinsend. Diana zog das Päckchen und gab es Annika. Die beiden steuerten wieder den Raucherraum an.

Annika wollte es jetzt wissen. „Jetzt rauchen wir zusammen“ sagte sie stolz und lächelnd, „steck mir mal eine an“. Sie gab Diana das Päckchen. „Nimm dir auch eine“ rief ihr Annika zu. Diana öffnete das Päckchen und nahm zwei Zigaretten in den Mund und zündete sie an. Eine gab sie Annika, aus der zweiten nahm sie selbst einen Zug. Diana merkte kaum etwas – so leicht waren die Zigaretten – doch ihrer Freundin zuliebe sagte sie nichts. Auch Annika setzte den Filter an ihren Mund und nahm – wie sie es von Diana erklärt bekommen hatte – einen Zug. Diesmal musste sie nicht husten. Annika exhalierte und grinste. „Na, die sind eher was für dich, meine Kleine“ scherzte Diana, die sich für sich und für Annika freute. Annika fühlte sich gut und nahm nach einer Weile noch einen zweiten Zug. „Nicht schlecht“ erklärte sie. „Freut mich, und es steht dir echt total gut“ sagte Diana, die ihre Zigarette schon fast aufgeraucht hatte. Sie freute sich, dass ihre Freundin sichtlich stolz die Zigarette wieder ansetzte und den dritten Zug nahm. Und sie freute sich, dass sie richtig inhalierte. „Die erste gemeinsame Zigarette, dass ich das noch erlebe“ dachte sie sich im Stillen, als sie ihre R 1 ausdrückte. „Jetzt wird neu angefangen“ erklärte Annika, bevor sie einen weiteren Zug nahm.“ „Bestimmt, das wird schon, war doch ein toller Abend, auch ohne Kerle“ meinte Diana und Annika pflichtete ihr bei.

Danach ging es nochmal kurz auf die Tanzfläche, bevor die beiden sich dann müde und abgetanzt auf den Heimweg zur Bushaltestelle machten, um zu Annikas Wohnung zurück zu fahren. In der Wohnung gönnten sich die beiden noch einen Absacker und als Diana fragte, ob sie noch eine rauchen dürfe, war Annika selbstverständlich einverstanden und schloss sich ihrer Freundin an. Diesmal klappte es auch, dass Annika ihre Zigarette alleine zum Brennen bekam. Und auch diese zweite Zigarette genoss sie und genoss es insbesondere, mit ihrer besten Freundin nun gemeinsam zu rauchen.
Am nächsten Morgen hieß es Abschied nehmen. Nach dem späten Frühstück wurden Dianas Sachen gepackt und es ging los.

„Soll ich sie mitnehmen“ fragte Diana und deutete auf die Zigarettenschachtel.
„Nein, lass sie hier, vielleicht rauch ich später noch mal eine, wenn ich alleine bin“ meinte Annika grinsend. „Na, hab´ ich doch noch eine Raucherin aus dir gemacht“ merkte Diana an. Die beiden mussten lachen. Danach gingen sie gemeinsam zur Bushaltstelle.

Diana packte auf dem Rückweg ein sehr schlechtes Gewissen. Hatte sie ihre beste Freundin in einer solchen Lage zum Rauchen verführt. Sie wollte ja eigentlich nie rauchen. Aber es war schön, nicht mehr alleine zu rauchen und nicht das Gefühl zu haben, dass die beste Freundin nicht mag, was man tut. Sicher war das Rauchen nie ein Problem, doch so war es schöner. Schließlich war Annika ja auch erwachsen und wusste, was sie tat. Und die Zigaretten würden ihr auch neben einer besten Freundin helfen, über die schwere Zeit hinwegzukommen, wusste Diana aus eigener Erfahrung.

Annika beschloss erst einmal, noch ein wenig zu schlafen – waren die letzten Nächte doch etwas kurz geworden. Danach machte sie sich etwas zum Essen und begann, ihre Wohnung aufzuräumen. „Ich muss neu anfangen, da hat Diana recht“ sagte sich Annika und packte alles, was sie an Michael erinnerte, in einen Karton, den sie in den Keller trug. Als sie wieder nach oben kam, fiel ihr Blick auf die Zigarettenschachtel. Und irgendwie bekam sie Lust, jetzt noch eine zu rauchen. Sie fand ein Feuerzeug und nahm sich eine Zigarette. Es gelang ihr auf Anhieb, sie anzuzünden. Sie mochte den Geschmack, den sie bei jedem Zug spürte. Und auch diese Zigarette rauchte sie zu Ende. Sie schloss das Fenster wieder und setzte sich zufrieden auf Ihr Sofa, bevor sie sich zum Schlafengehen fertig machte.


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